Rügen – vielseitige Insel in der Ostsee

Rügen – vereint Naturparks, Kultur, die Kreidefelsen und das Meer in sich

Die Insel Rügen ist die größte Insel von Deutschland und wird zudem gern als die Schönste bezeichnet. Rügen liegt in der Ostsee in der Nähe von Stralsund und kann erreicht werden, indem die Strelasundbrücke oder der Rügendamm überquert wird. Das Freizeitangebot ist sehr vielfältig und reicht von Wellness über Aktivausflüge bis hin zu kulturellen Angeboten. Die Lage inmitten der Ostsee ist der Grund, weswegen sich Rügen ideal zum Ausleben verschiedener Wassersportarten oder zum Sonnenbaden einladen. Im Inneren der Insel liegen ruhigere Regionen, die durch ihre Abgeschiedenheit und der umliegenden unberührten Natur, eine optimale Erholung fernab von Stress und Hektik ermöglichen.

Kreidefelsen auf der Insel Rügen

Kreidefelsen Rügen

Vielfältige Abwechslung auf einer Insel

Die Insel Rügen erstreckt sich auf 1.000 Quadratkilometer, was es nahezu unmöglich macht die komplette Insel mit nur einem Urlaub erkunden zu können. Zerklüftete Küsten laden zu einsamen Spaziergängen unabhängig der Jahreszeiten ein. Kleine vorgelagerte Inseln laden zum Erkunden ein und offenbaren unberührte Natur mit einer einmaligen Flora und Fauna. Die Städte beeindruckenden mit ansprechenden Gestaltungen und beherbergen interessante Sehenswürdigkeiten. Freizeitparks bieten für Jung und Alt Spaß und sind gerade von Familien beliebte Ausflugsziele.

 

Empfehlenswerte Ausflugsziele

Nationalpark Königsstuhl Rügen

Nationalpark Königsstuhl Rügen

Die Halbinsel Jasmund beherbergt einen gleichnamigen Nationalpark, der eine einzigartige Landschaft offenbart. Mit 3003 Hektar ist der Jasmund Nationalpark der kleinste anerkannte Nationalpark Deutschlands. Die weißen von weither sichtbaren Kreidefelsen, für die Rügen bekannt ist, befinden sich in diesem Nationalpark. Die Insel Hiddensee, der Königsstuhl und das Kap Arkona sind weitere Sehenswürdigkeiten, die ein Muss sind, wenn man Rügen aufsucht. Das Kap Arkona ist eine Steilküste, die ungefähr 45 Meter in die Höhe ragt und ein anerkanntes Flächendenkmal ist. Auf der Steilküste befinden sich ein alter Bunker, zwei Leuchttürme und die 13 Meter hohe Jaromarsburg. Souvenirläden bieten die Möglichkeit Erinnerungsstücke kaufen zu können, während Restaurants zum Verweilen einladen und ermöglichen regionale Kulissen genießen zu können. Auf den Kreidefelsen befindet sich der Königsstuhl, der zum gleichnamigen Nationalpark gehört und eine einmalige Aussicht über die Ostsee bietet.

 

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Kraniche an der Müritz

Kraniche am Rederang See (Müritz)

Es ist wieder so weit. Wie in jedem Jahr sammeln sich auch in diesem Herbst wieder die Kraniche an der Müritz um dort Rast zu machen, bevor sie gemeinsam den langen Weg nach Afrika antreten.

Dieses Naturschauspiel können Besucher der Region in diesem Jahr noch bis zum 21.10. erleben. Ab Waren (Müritz) geht es mit dem Bus der Nationalparklinie zu den Schlafplätzen bzw. deren Beobachtungspunkte. Die Abfahrt ist abhängig vom Eintritt der Dämmerung; bis zum 30.9. geht es um 16:30 Uhr los, gegen Ende der Saison schon um 15:30 (Details zum Kranichticket).

Wir haben die Tour am letzten Wochenende gemacht und möchten an dieser Stelle einige Erfahrungen und Impressionen weitergeben.

Mit dem Kranichticket in den Nationalpark

Wir hatten Glück, am vergangenen Wochende hat es endlich einmal geklappt. Wir waren an der Müritz und die Kraniche waren in diesem Jahr auch schon da. Das Wetter spielte ebenfalls mit und so starteten wir an einem windstillen und schönen Sonntagabend zur Kranichbeobachtung. Der Bus der Nationalparklinie startete pünktlich um 16:30 Uhr ab Steinmole in Waren (Müritz), das ist gegenüber dem Müritzeum bzw. am Müritzspeicher, wo auch die Personenschifffahrt hält. Das Ticket kostet 7,50 Euro für einen Erwachsenen und kann direkt beim Busfahrer erworben werden. Auf der kurzen Busfahrt nach Federow, erhielten wir bereits erste Informationen von einem Mitarbeiter des Nationalparks, der uns auch während der gesamten Tour mit zahlreichen interessanten Informationen um den Nationalpark, die Kraniche und andere Tiere versorgte.

Trockenwiese

Trockenwiese ím Müritz Nationalpark

Von Federow zu den Beobachtungsplätzen

Für uns ging es an diesem Abend von Federow zu Fuß weiter zu den Beobachtungsplätzen am Rederang See. Auf der ca. 2,5 km kurzen Strecke zeigte sich wieder einmal der Reiz und  Wandelbarkeit der Landschaft. Vorbei an Trockenwiesen ging der Wanderweg durch ein Waldstück, um schließlich an einer großen Wiesenfläche zu münden, auf der die Kraniche einen Zwischenstopp machen, bevor sie die Schlafplätze aufsuchen.

Seeadler, Fischadler und Kraniche am Rederang See

Wenige hundert Meter von der Wiesenfläche, getrennt durch ein Feuchtgebiet und eine Baumreihe, befindet sich der Rederang See. Dieser liegt so geschützt hinter Bäumen, dass man den See nur findet, denn man seine Lage kennt. Der ca. ein mal zwei km messende See liegt malerisch eingebettet in die Naturlandschaft der Müritz und ist nur wenige hundert Meter von ihr entfernt.

Schlafplatz der Kraniche

Rederang See, Kraniche an der Müritz

Vor den Kranichen geben zunächst Seeadler und Fischadler ihr Debüt. Zuerst sehen wir einen Seeadler seine Kreise ziehen, später dann erleben wir einen Fischadler bei der Jagd. Er ist erfolgreich und steigt mit einem großen Fisch in den Fängen wieder von der Wasserfläche auf. Die Tiere sind relativ nah an unserem Beobachtungsstand und können ohne Hilfsmittel beobachtet werden. Trotzdem empfielt sich ein Fernglas mit starker Vergrößerung, da der See viel Wildlife zu bieten hat und sich einige Tiere doch dem bloßen Auge entziehen. An der Müritz sind inzwischen wieder über 60 Brutpaare des Seeadlers heimisch, was auf die unberührte Natur und die zahlreichen kristallklaren Seen zurück zu führen ist. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zu unserem eigentlichen Zielvogel, dem Kranich. Kaum ist der Adler mit seiner Beute davon geflogen, zeigen sich die ersten Kraniche über den Bäumen des gegenüberliegenden Ufers. Nach und nach trudeln sie von den umliegenden Wiesen und Feldern, auf denen sie über Tag nach Nahrung gesucht haben, ein. Teils im lockeren Rudelflug, teils in geordneter Flugformation. An diesem Abend wollen sich die Tiere nicht sofort zur Ruhe betten, sondern sie lassen sich  zunächst noch einmal auf der zuvor beschriebenen Wiese, und damit außerhalb unserer Sichtweite nieder. So ist das nun einmal in der Natur. Die Kraniche werden kommen – soviel ist einmal sicher, aber wann und wo sie landen, das entscheiden sie selbst.

Abendstimmung am Rederang See

Abendstimmung am Rederang See

Nach und nach ziehen immer wieder kleinere Gruppen, von einer Hand voll bis einigen dutzend Vögeln, über unsere Köpfe hinweg. Die Sonne senkt sich langsam hinter den Horizont und wir können die Anwesenheit der nahen Vögel ahnen, aber auch deutlich hören. Ich hätte nie gedacht, dass Kraniche so laut sind.

Dann mit dem letzen Licht des Tages, der Mond steht bereits deutlich sichtbar über dem See, kommen sie. zunächst hört man nur das Anschwillen der Rufe, dann sehen wir die Tiere, wie sie in größeren Gruppen über die Baumwipfel fliegen und sich am gegenüberliegenden Ufer der kleinen Bucht zur Nachtruhe nieder lassen. Wieder und wieder tauchen neue Vögel auf, ich habe das Zählen schnell eingestellt, denn es müssen inzwischen  hunderte sein. Dicht an dicht lassen sie sich am Ufer nieder, um die Nacht im flachen Wasser stehend – geschützt vor Räubern –  zu verbringen.

Für die Kamera ist es für das Teleobjektiv, selbst bei einer hohen ISO-Empfindlichkeit, nun zu dunkel, denn inzwischen ist die Sonne vollständig unter gegangen. Plötzlich erheben sich die Tiere noch einmal und fliegen in einer Gruppe auf, um sich einen neuen Schlafplatz ein Stück weiter am Ufer des Sees zu suchen.

Kraniche im Anflug

Kraniche auf dem Weg zu den Schlafplätzen

Für uns ist es ebenfalls ein Zeichen des Aufbruchs und so gibt der freunliche Herr vom Nationalpark auch für uns das Zeichen zum Abmarsch. Zurück nach Waren sind es von hier aus rund 7 km, wir aber haben den Bus, der uns von Federow wieder zurück nach Waren an der Müritz bringen wird. So brauchen wir nur den Weg vom Rederang See nach Federow finden. In dieser weitestgehend wolkenlosen Nacht scheint der Mond so hell, das wir im Mondlicht Schatten werfen und unseren Weg zurück durch den Wald ohne Mühe finden. Der freundlicher Herr vom Nationalpark empfielt sich in den wohl verdienten Feierabend, während uns sein Kollege zurück zur Steinmole nach Waren fährt.

Ein wirklich gelungener Ausflug der in unserem Fall knapp 4 Stunden gedauert hat. Die Kraniche waren etwas später dran als an den Tagen zuvor, aber wie es unser Führer bereits eingangs erwähnte – dies ist keine Show und kein Film, man kann nie vorhersagen wann und wohin genau die Vögel kommen, aber eines ist sicher, sie kommen. Neben der Anzahl der Tiere hat mich vor allem ihre Lautstärke beeindruckt. Wir konnten sie, neben zahlreichen anderen Tieren, in der Dämmerung sehr gut hören.

Insidertipps

Wer diese Tour gerne machen möchte, dem empfehen wir folgende Ausrüstungsgegenstände, die nicht absolut notwendig, aber sicher nützlich sein können:

Der Witterung angepasste warme Kleidung in gedeckten Farben und festes Schuhwerk. Es wird um diese Zeit nach Einbruch der Dämmerung schon empfindlich kalt und feucht. Der Rückweg dauert ca. 30 Minuten.

Wer die Tiere genauer beobachten möchte, dem empfiehlt sich ein gutes Fernglas mit möglichst großer Vergrößerung. Da es in die Dämmerung geht ist ein lichtstarkes Glas von Vorteil.

Wer Fotos machen möchte, der denkt bitte daran eine Kamera mit gutem Zoom (ab 200mm oder besser) mitzunehmen. Wenn es langsam dunkel wird hilft eine hohe ISO-Empfindlichkeit, die Bilder werden dann aber pixelig – siehe letztes Bild, welches bei starker Dämmerung geschossen wurde. Leider bleibt festzustellen, dass man für professionelle Bilder auch eine Profiausrüstung braucht. Für die Erinnerung reicht aber sicher auch eine normale Digitalkamera.

Zurück in Waren an der Müritz, kann man dann noch in einem der vielen Restaurants essen, das ein oder andere Glas Bier oder Wein geniessen um später in einer gemütlichen Ferienwohnung an der Müritz zu übernachten. Am nächsten Tag lockt dann wieder der Nationalpark, mit dem sich zunehmend rot und bund färbendem Laub, zu einer Wanderung oder einem Ausflug mit dem Fahrrad. Die Müritz hat viel zu bieten und ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Wir finden immer wieder lohnenswerte Ziele und sammeln neue Eindrücke.

 

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Trinkgeld – Knigge

Trinkgeld – Wieviel Trinkgeld gibt man?

Für viele Urlauber ist das Geben von Trinkgeld eine Höflichkeit, doch dass ist nicht ganz korrekt, denn gerade in Serviceberufen wird das Trinkgeld fest einkalkuliert. Viele Arbeitgeber sind dazu übergegangen ihren Servicekräften ein niedriges Gehalt auszuzahlen, sodass das Trinkgeld für viele notwendig ist, um anfallende Kosten begleichen zu können. Die Bezeichnungen Marcia, Tip, Schmattes, Service Charge, Bakschisch oder Pourboire stehen alle für ein und dasselbe nämlich dem Trinkgeld. Die Höhe des Trinkgeldes und die damit verbundenen Sitten variieren von Land zu Land.

 

Die Trinkgeldhöhe variiert

Umso weiter man in Europa Richtung Süden reißt, umso höher ist das Trinkgeld. In den Ländern Belgien und Portugal wird das Trinkgeld bereits in die Rechnung mit einfließen gelassen, sodass „nur“ die Endsumme vergütet wird. War man mit dem gebotenen Service zufrieden, gehört es sich dennoch den Rechnungsbetrag aufzurunden. In Europa gilt die Faustregel, mit zehn Prozent mehr des eigentlichen Rechnungsbetrages liegt man immer richtig. In Italien ist es üblich, kein Trinkgeld zu geben. Auch in Großbritannien wird kein Trinkgeld gegeben, es ist jedoch üblich, die Rechnungssumme auf eine „runde“ Zahl aufzurunden.

 

Das Übergeben des Trinkgeldes

Die „Art“ in der ein Trinkgeld übergeben wird variiert ebenfalls von Land zu Lands. In den Ländern Spanien und Frankreich ist es üblich, das Trinkgeld nach dem Begleichen der Rechnung auf ein kleines Tellerchen oder den Tisch zu legen. Das Geben von sogenannten Minimünzen als Trinkgeld gilt als sehr unhöflich. In Griechenland, Spanien und der Türkei gilt es als höflich, dem Zimmermädchen am letzten Tag des Urlaubs ein „kleines“ Trinkgeld persönlich zu übergeben. Ein bis zwei Euro pro im Hotel verbrachten Tag sind üblich. In den nördlich gelegenen EU-Ländern werden Summen nur bis zum nächsten glatten Euro-Betrag aufgerundet, während es im Süden üblich ist, dass Rechnungssummen bis zum nächsten Fünfer oder Zehner-Summe aufgerundet werden.

Trinkgeld-Tabelle

Land

Restaurant

Hotelpage

Concierge/ Torhüter

Taxi

Irland /

Großbritannien

10 – 15%

1-2 €

2 – 3 €

10,00%

Skandinavien /

Dänemark

5,00%

Aufrunden

Deutschland

10,00%

1,00 €

1 – 2 €

10,00%

Österreich

10 – 15 %

1,00 €

1 – 2 €

Aufrunden

Schweiz

10,00%

1 SFr

1 – 2 SFr

10,00%

Frankreich

10 – 15 %

10,00%

Portugal /

Spanien

5 – 10%

1,00 €

1 – 2 €

Aufrunden

Italien

10% Max.

5,00 €

Aufrunden

Griechenland

10,00%

1,00 €

10,00 €

10,00%

Türkei

10,00%

1,00 €

1 – 2 €

Aufrunden

USA

15 – 20 %

1 – 2 €

3 – 5 €

15,00%

Mittelamerika /

Mexiko

10 – 15 %

1,00 €

2,00 €

Aufrunden

Südamerika

10,00%

1,00 €

20,00 €

Aufrunden

Großstädte Afrikas

10,00%

1,00 €

2,00 €

10,00%

Japan / China

3,00%

2 – 3 €

3 – 5 €

Hongkong

10 – 15 %

2 – 3 €

3 – 5 €

Aufrunden

Indien

10,00%

1,00 €

2,00 €

Neuseeland /

Australien

10 – 15 %

2,00 €

2,00 €

Aufrunden

 

Erklärung zur Trinkgeld-Tabelle:

 

  • Ein Hotelpage wird grundsätzlich in allen Ländern pro Gepäckstück bezahlt
  • In Hotels wird für die Übernahme von zusätzlichen Dienstleistungen, wie zum Beispiel Organisationen oder Ticketservice, bis zu 30 € Trinkgeld gegeben
  • Der Torhüter oder auch bekannt als Pförtner wird erst beim Auschecken mit einem Trinkgeld belohnt
  • In den Ländern China und Japan gilt es als unhöflich ein Trinkgeld zu geben; lediglich in den Touristenzentren hat es sich durchgesetzt, bis zu maximal zehn Prozent der Rechnungssumme zusätzlich anzubieten
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